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Text des Anschreibens:
Sehr geehrte/ Frau/Herr Mustermann,
wir sind ein Zusammenschluss von selbständigen Phsiotherapeuten im Raum Regensburg.
Der Grund für unseren Zusammenschluss ist die Qualität und Zusammenarbeit im medizinischen Bereich zu verbessern. Die Versorgung unserer Patienten soll optimiert werden.
Deswegen beobachten wir die politischen Entwicklungen im Gesundheitsbereich. Wir sehen die Versorgung unserer Patienten bereits jetzt durch eingeschränkte Mittel und auch andere Probleme als unzureichend an. Böse Stimmen reden hier bereits von einer „Zweiklassenmedizin“.
Vor allem machen uns aber die Entwicklungen der Zukunft Sorgen.
Wir sehen medizinische Versorgungszentren (MVZ) entstehen. Weiterhin bestehen Pläne Kapitalgesellschaften diese MVZ betreiben zu lassen. Dies bedeutet für die Ärzte und auch für uns Physiotherapeuten einen Verlust der Selbständigkeit.
Die eigentlichen Schwierigkeiten sehen wir aber in zwei Dingen.
Erstens die Konzentration der Behandlungsmöglichkeiten an einen zentralen Ort. Dies führt in einer Gegend wie der Oberpfalz zu Zentren an den großen Orten. Das „Land“ bleibt unbehandelt, da unrentabel, oder muss Strecken bis zu 80 km als zumutbar auffassen. So jedenfalls sollen die Planungen der Rhönkliniken, eines Betreibers solcher MVZ, aussehen. Die Versorgung gerade gehandikapter und alter Menschen wird damit zumindest schwieriger, wenn nicht sogar unmöglich werden.
Zweitens wird durch die Konkurrenzsituation unserer bestehenden Praxen mit den großen Kapitalgesellschaften ein Ungleichgewicht entstehen, dem, wenigstens ein Teil unserer Praxen, nicht gegenhalten können werden. Die seit Jahren schon unzureichende Einkommenssituation in unserem Bereich wird die Lage noch verschlimmern. Dies bedeutet eine Ausdünnung der dezentralen Versorgung. Uns wird es dort dann nicht mehr geben.
Wir werden natürlich auch die Arbeitsplätze unserer Angestellten nicht mehr im vorhandenen Maß halten können. Dies bedeutet einen Verlust an Arbeitsplätzen wieder auf dem flachen Land.
Warum wir Ihnen Schreiben?
Nun, Sie sind Kandidat/in für den Bundestag. Wir würden von Ihnen gerne eine Stellungnahme zu der genannten Entwicklung bekommen. Wie werden Sie sich in Zukunft bei Abstimmungen in diesem Bereich verhalten ?
Diese Stellungnahme wird von uns gebraucht um unseren Mitarbeitern und Patienten eine Wahlempfehlung zu deren optimalen Versorgung geben zu können. Wir werden auch eine Zusammenfassung Ihrer Stellungnahme im Internet veröffentlichen.
Wir haben Ihnen unser Problem geschildert und bitten um Ihre Stellungnahme bis 30.08.2009.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Gatzhammer, PhysioNetz Regensburg
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